Gebrauchte Bücher lesen - Bücher verkaufen

Bücher sind eine tolle Möglichkeit, sich Wissen anzueignen. Ich lese einfach unheimlich gerne. Allein schon der Papiergeruch nach frisch gedruckten Seiten bringt meine Gehirnzellen zum Tanzen. Nicht ohne Grund sind also Büchereien auch mein Lieblingsort. Mit den Jahren hatte ich mir aber auch so einige neue und gebrauchte Bücher angeschafft. Meist über Amazon Prime, denn da konnte man in die Bücher vorher per Leseprobe reinlesen. Irgendwann waren jedoch drei Regale gefüllt und es kam mir so vor, als ob mich irgendetwas hemmen würde. Keine Frage, ich liebe Bücher und ich lese auch sehr gerne viele auf einmal. Aber immer die gleichen und gebrauchten Bücher zu lesen, wäre auf Dauer langweilig. Heißt also, dass ich viele nur einmal gelesen habe, selten welche auch öfter. Aber im Schnitt lese ich nur bis zu fünf Bücher gleichzeitig. Und meist sind diese eher geliehen aus der Bücherei. Das brachte mich zum Umdenken.

Brauchst du wirklich 500 Bücher, die du selten liest?

Weil sich so viele ansammelten, waren es gezählt irgendwann 500 Stück. Mich traf daraufhin der Schlag. Denn wenn man bedenkt, dass man viele davon nur einmal liest und dann nie wieder zur Hand nimmt, ist es doch eine Schande. In der Zeit, in der ich sie "belagert" hatte, hätten so viele Leute diese Bücher zur Hand nehmen und lesen können. Ich fühlte mich schlecht bei diesem Gedanken, wenn man bedenkt, dass man in ärmeren Ländern nicht so gute Möglichkeiten hat, an Bildung zu kommen. Kurzerhand spendete ich um die 80 Bücher an eine kleine Dorfbücherei. Diese nahm diese dankend an, denn meine Bücher pflegte ich bis dahin immer sehr gut und trotz mehrerer Umzüge sahen die meisten wie frisch aus dem Laden aus. Kein Wunder, hatte ich sie doch meist nur wenige Male gelesen. Doch diese Aktion brachte nur kurzfristig Erleichterung. Es löste zumindest das Problem, dass ich zu wenig Platz im Bücherregal hatte.

Ein Umzug später: Besserung nicht in Sicht

Nachdem wir in unsere bis dato aktuelle Wohnung gezogen sind, schafften wir uns ein neues Buchregal an. Viele der alten Möbel hatten den Abbau einfach nicht überstanden. (Notiz an mich: Keine Möbel oder Betten mehr von IKEA. Du fällst immer wieder drauf rein. Egal wie stabil sie im Laden scheinen, sie gehen dir immer wieder ganz schnell kaputt.) Kurz nach dem Umzug erfuhr ich von der KonMari Methode und habe sie angewandt. Das verschaffte mir etwas Freiraum, aber kurzerhand hab ich sie später nochmals angewandt. Beim zweiten Ausmisten war sogar die Kamera dabei. Das Video findest du hier. Nachdem ich noch einen letzten Schwung ausgemistet und verkauft hatte, ohne die KonMari Methode, jedoch mit tatkräftiger Hilfe von meinem Schatz, bin ich jetzt zufrieden mit meinen elf Büchern und meinem Kindle, den ich immer dabei habe. Denn ganz ehrlich: Man braucht kaum Bücher, solange man Zugang zu Büchereien hat. Und alles, was es dort wirklich nicht gibt, kann man ja immer noch kaufen. Gerne auch gebrauchte Bücher.

Fazit

Das schöne ist, dass ich jetzt auch noch genug Platz im Regal habe, um ausgeliehene Bücher zu verstauen. Es ist also mehr als gewollt, mein Wissen stetig zu erweitern und mich jeden Tag aufs neue von Autoren inspirieren zu lassen. Sofern es ein interessantes und spannendes Buch gibt, das ich lesen möchte, lese ich es lieber als eBook auf meinem Kindle oder leihe es mir in der Stadtbibliothek aus. Mich plagt jetzt weder ein schlechtes Gewissen, noch fühle ich mich eingeengt, wie das zuvor leider der Fall war. Stattdessen ist das Bücherregal ein entspannter Ort geworden, vor dem man sich auch mit einem kleinen Sitzkissen und einem spannenden Buch gemütlich machen kann.

Liebe Grüße
Tina von Pflanzenpower :heart: