Minimalismus im Kleiderschrank

Zu oft stand ich in der Vergangenheit vor meinem Kleiderschrank und wusste nicht, was ich anziehen kann. "Ich hab ja gar nichts anzuziehen" Das war einer der häufigsten Gedanken, wenn es um meine Kleidung in meinem Kleiderschrank ging. Für mich ein negativer Gedanke, für den ich eine Lösung suchte.

Die Lösung ist simpel: den Kleiderschrank aussortieren.

Nachdem ich meinen Kleiderschrank von allen Kleidungsstücken befreit hatte, die mir keine Freude brachten, fühlte ich mich direkt viel freier. Zu viele Fehlkäufe und Sachen, die nicht mehr passten oder einfach nicht angenehm zu tragen waren, hatten vorher meinen Schrank unübersichtlich vollgestopft. Dass man bestimmte Kleidung nicht immer tragen möchte, ist menschlich. Aber auch die Kleidungsstücke, die ich prinzipiell gerne mochte, haben mich irgendwie vom Wesentlichen abgehalten: Ich möchte am liebsten immer gut gekleidet sein. Aber dafür mehrere Minuten brauchen, um herauszufinden, was ich tragen kann? Das will ich nicht. Und genau deshalb erleichtert mir eine kleine Garderobe mit wenigen, aber sehr feinen und angenehmen Kleidungsstücken den Alltag ungemein. Ich bin mir sicher, dass dir eine kleinere Garderobe ebenso helfen kann, wenn du ähnliche Probleme hast!

Mein Kleiderschrank ist voll. Wie gehe ich am besten vor?

Nun, das beantworte ich mit einer Gegenfrage: Was willst du überhaupt erreichen? Denn je nachdem kann ich andere Methoden empfehlen:

1. Einfach mehr Platz im Kleiderschrank: Die KonMari Methode

Eine der bewährtesten Methoden ist die KonMari Methode aus Marie Kondos Magic Cleaning, welche ich dir bereits in einem YouTube-Video vorgestellt habe. Der Kern dieser Methode ist, dass man sich jedes Teil, in dem Fall ein Kleidungsstück, nimmt und sich die Frage stellt: Bereitet mir das Freude? ("Does it spark joy?") Kann man diese Frage mit ja beantworten, so behält man das Teil. Wenn man es hingegen mit nein beantwortet, kommt es weg. Denn dann belastet es deinen Kleiderschrank und sorgt dafür, dass du nicht weißt, was du anziehen sollst. Diese Methode ist super, wenn du es etwas luftiger magst in deinem Kleiderschrank, aber dich nicht sehr beschränken willst.

2. Der Mini-Kleiderschrank und nur das Nötigste: Capsule Wardrobe

Eine andere Methode ist die Capsule Wardrobe, welche auch noch ihren eigenen Artikel erhält. Diese ist eine bis zu 33-teilige Garderobe, wobei hier einige Sachen nicht mitgezählt werden (Sport-, Schlafkleidung und Unterwäsche/Socken). Man geht genau andersrum vor als bei der KonMari Methode. Man sucht sich aus der Kleidung die liebsten und wichtigsten Teile raus. Der Fokus ist also mehr auf den Sachen, die man behält und benutzt. Im Sommer sind dann die Winter-Sachen nicht störend und auch die "schickeren" Sachen für Feste, hängen nicht im Schrank, wenn man sie gerade nicht braucht.

3. Richtig zur Saison gekleidet: der saisonale Kleiderschrank

Es klingt banal, erleichtert aber ungemein. Alle Kleidung, die du in nächster Zeit garantiert nicht brauchst, kannst du wegpacken. Im Hochsommer braucht man in unseren Breitengraden für gewöhnlich keinen dicken Pullover. Allein die Einteilung in Winter- und Sommerkleidung erleichtert das Aussuchen von Kleidung ungemein. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass auch manche Basics aus dem Sommer für den Winter geeignet sind, also diverse Shirts, Tops und natürlich Sportkleidung.

Wie lege ich am besten los?

Entscheide dich zunächst für eine Methode und zieh diese durch. Eventuell hilft es dir, zuerst jedes Kleidungsstück zu fotografieren. Danach hast du digital eine Übersicht über alle deine Kleidungsstücke und es fällt dir wahrscheinlich leichter, über deine zukünftige Garderobe zu entscheiden. Für andere ist es hilfreich, erstmal alle Kleidungsstücke auf einen Haufen zu werfen. Ich persönlich achte bei den Kleidungsstücken auf Qualitätsunterschiede; wie sich der Stoff anfühlt; ob ich mich darin wohl fühle und auch auf die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Kleidungsstücken - eventuell helfen dir diese Kriterien wie mir weiter, zu entscheiden, welche Kleidung dir weiterhin Freude bereitet.

Ich wünsche dir nun viel Spaß mit deiner neuen Garderobe, die dir hoffentlich nun noch viel mehr Freude bereitet.

Über einen Kommentar von dir würde ich mich hier auf dem Minimalismus Blog sehr freuen!

Liebe Grüße
Tina von Pflanzenpower :heart: