Warum ich dir von Menstruationstassen abrate.

Meine Erfahrungen mit den Menstruationscups MeLuna und Yuuki, welche ich ausführlich getestet habe. Ich wurde durch die Verwendung einer Menstruationstasse trotz sachgemäßer Reinigung krank. Deshalb ist das Thema Menstruationstasse erstmal komplett vom Tisch. In diesem Blogeintrag habe ich meine Erfahrungen mit Menstruationstassen zusammengefasst. Aufgrund meiner negativen Erfahrungen rate ich nun von Menstruationstassen ab.

Gesundheitlich bedenklich, teuer und alles andere als umweltfreundlich

Weder aus wirtschaftlicher Sicht, noch für den Umweltaspekt ist eine Menstruationstasse wirklich sinnvoll. Runtergerechnet habe ich für ziemlich genau zwölf Zyklen 46 Euro gezahlt; das sind um die vier Euro pro Zyklus. Und nun kann ich meine drei Tassen getrost wegschmeißen, wenn ich nicht jeden Monat krank sein möchte. Dass die Herstellung dieser Silikon- bzw. Kunststofftassen (MeLuna ist beispielsweise aus TPE) weniger Ressourcen verbrauchen soll als die Herstellung von Hygieneartikeln aus Watte oder Mullbausch, kann ich mir auch nicht vorstellen. War zwar gut gemeint, aber im Endeffekt dann doch nicht so umweltfreundlich.

Meine Anfänge mit der Menstruationstasse MeLuna S

Ich nutze bereits seit etwa einem Jahr eine Menstruationstasse. Zuerst benutzte ich die MeLuna S, gekauft bei dm, für einige Zyklen. Vor dem Kauf der MeLuna hatte ich mich noch nicht besonders informiert und so war die erste Tasse leider ein Fehlkauf. An den leichten Tagen ging alles gut, aber an den normalen bis stärkeren Tagen lief leider immer mal wieder etwas daneben, inbesondere nach dem Aufstehen. Und das, obwohl die Tasse jedes Mal noch gar nicht voll war.

Menstruationstasse MeLuna - Kundenverarsche?

Ich fühle mich in der Hinsicht von MeLuna verarscht, da diese den potentiellen Kunden suggerieren, dass man ganz leicht über kleine Abbildungen herausfinden kann, welche Tasse passen wird. Das kann jedoch ganz fatal sein, wenn man eine zu kurze Menstruationstasse kauft, diese einführt und dann feststellt, dass man diese ohne ärztliche Hilfe (teils nur chirurgisch) nicht alleine entfernen kann. (Das kann der Fall sein bei Frauen, deren Muttermund eher oben sitzt während der Periode. Dieses Vorgehen der Werbung habe ich leider bereits bei mehreren Tassenherstellern feststellen müssen. Wenn man sich dennoch eine Menstruationstasse kaufen möchte, sollte sich daher nochmal ganz genau informieren, da es ansonsten in einem unangenehmen Aufenthalt in der Notaufnahme enden kann.

Erfahrung mit der Menstruationscup Yuuki classic 1 und 2

Nach dem Fehlkauf der Menstruationskappe MeLuna habe ich mich nach ein paar Menstruationszyklen entschieden, eine andere Menstasse zu kaufen. Nach langer Recherche auf den Webseiten der Tassenhersteller habe ich dann herausgefunden, dass am besten die Yuuki classic 1 oder die Yuuki classic 2 zu mir passen dürften. Da ich gehäuft Kraftsport mache, ist meine Beckenbodenmuskulatur vergleichsweise gut trainiert. Die beiden Cups wurden gemeinsam im Bundle auf Amazon etwas günstiger verkauft. Also habe ich mich entschieden, mir beide anzuschaffen. Die Tassen habe ich auch auf meinem YouTube-Kanal Pflanzenpower in diesem Video erwähnt und gezeigt. Gepasst haben beide ziemlich gut, ausgelaufen bin ich mit den beiden Cups sehr selten, was vermutlich an den nicht sonderlich gut angeordneten Luftlöchern liegt. Ich habe beide mittlerweile seit neun Monaten getestet und war bis zum vorletzten Zyklus immer sehr zufrieden.

Krank unmittelbar nach meinem vorletzten Zyklus mit Menstruationstassen

Kurz nach dem vorletzten Zyklus bekam ich starke grippeähnliche Symptome, welche ziemlich genau dreieinhalb Wochen anhielten. Ziemlich unangenehm: Schnupfen, starker Husten mit Schleim, heftige Ohrenschmerzen und Kopf- und Gliederschmerzen. Zur Sicherheit kochte ich die Menstruationstassen daraufhin nochmals sachgemäß aus. Denn wenn man krank war, muss man auf eine andere Art auskochen als normal. Zwar hatte ich während meiner Periode noch keine Krankheitssymptome, aber ich dachte mir: sicher ist sicher, eine Krankheit kann schließlich auch ansteckend sein ohne akute Symptome.

Der letzte Zyklus mit Tasse - und es wird der letzte bleiben.

Wieder vital und gesund bekam ich meine nächste Menstruation. Die ersten paar Tage nutzte ich (seit langer Zeit) wieder Tampons, weil ich unbedingt nochmal erneut die Menstruationscups auskochen wollte. Die dreieinhalb Wochen krank zu sein waren für mich sehr unangenehm gewesen; so wollte ich absolut kein Risiko eingehen. Nach erneutem dreifachen Auskochen setzte ich mir am vorletzten Tag vor dem Schlafengehen wieder wie gewohnt die Menstruationstasse Yuuki ein. Am nächsten Morgen bin ich mit starken Halsschmerzen und heftigen Ohrenschmerzen aufgewacht, und ich hatte erneute vier Tage mit starken Krankheitssymptomen zu kämpfen, welche große Ähnlichkeit mit meiner vorherigen Grippe hatten. Glücklicherweise wusste mein Körper zwischenzeitlich besser mit den Krankheitserregern umzugehen, sodass die Symptome genauso schnell komplett abgeklungen sind wie sie aufgetreten sind.

Was mir in der Testzeit sonst noch aufgefallen ist:

Verfärbungen

Trotz gutem Auskochen und Nutzung von einem Schuss Essig und anderen „Geheimtipps“ und Hausmittelchen-Tipps von anderen Tassenbenutzerinnen, verfärbten sich die Tassen unangenehm. Bei einer durchsichtigen Tasse schon fast vorprogrammiert, leider verfärbt sich aber auch die lila MeLuna. Dadurch wirken die Teile schon nach kurzer Zeit nicht mehr besonders ansehnlich.

Geruchsbildung

Angeblich von Frau zu Frau unterschiedlich sei, dass die Tasse trotz häufigem und gründlichenm Reinigen einen Geruch annehmen kann. Nach dem Auskochen verfliegt der zwar wieder, ist aber trotz häufigem Entleeren nach wenigen Tagen wieder in seiner „vollen Stärke“ da. Man riecht zwar selbst nicht danach, aber man selbst riecht es halt, wenn man die Tasse wieder rausnimmt und entleert. Und da ich insbesondere als junge und gepflegte Frau nicht unangenehm riechen möchte, bin ich dazu übergegangen, die Tassen während der Periode mehrmals durchzuwechseln und auszukochen.

Fazit

Ich kann Menstruationstassen nicht mehr weiterempfehlen. Trotz sachgemäßer Reinigung wurde ich krank, höchstwahrscheinlich ausgelöst durch Krankheitserreger auf einer Menstruationstasse. Diese Gefahr besteht bei Einmalhygieneprodukten nicht, da man nach jeder Anwendung ein neues nutzt. Menstruationstassen werden ihrem derzeitigen Hype nicht gerecht, was für mich eine Erfahrung mit ärgerlichem Ausgang ist. Mit diesem Wissen werde ich nun wieder auf andere Produkte umsteigen und das Thema Menstruationstasse als interessante Erfahrung abhaken.

Du hast eigene Erfahrungen mit Menstruationstassen gemacht? Deine Meinung interessiert mich. Schreibe einen Kommentar!

Liebe Grüße
Tina von Pflanzenpower :heart: